Miteinander, Nebeneinander, Durcheinander

Ein Buch mit Geschichten die das Leben schrieb, aus der Perspektive eines Mannes und einer Frau, das wunderbar die kleinen Unterschiede und großen Bedeutungen beschreibt. Humoristisch, wortmalerisch und einzigartig in seinem Wesen. Ein Stück Literatur für Jedermensch!

Banalitäten

Wir Frauen sind wahre Meister darin, völlig banale Dinge so aufzubauschen, dass wir selber denken, es wäre uns etwas ganz, ganz Schreckliches widerfahren! Natürlich kommt es auf unsere Tagesverfassung an, wann wir wie viel aushalten können. Dass es da Zeiten gibt, wo wir wirklich aus der berühmten Mücke den mächtigsten Elefanten hervorzaubern, ist hinlänglich bekannt. Dafür gibt es allerdings eine plausible, vollkommen logische Begründung: Es geht einfach nicht anders! Da sind wir eben Frau! Diese Veranlagung, um es nicht mit Können zu betiteln, steckt tief in uns – wir sind daran völlig unschuldig! Diese Eigenschaft ist uns schlichtweg angeboren! Ich bin mir sicher – jede Frau würde das sofort unterschreiben! Es besteht natürlich schon die Möglichkeit, dass es an den Männern liegt. Sie hören ja so gut wie nie zu. Wenn wir allerdings in diesem „gewissen Ton“ etwas aussprechen, wofür eigentlich auch ein Blick schon reichen würde, sind sie nahezu gezwungen, uns ihr Ohr zu leihen. Innerlich rebellierend muss ich auch noch gestehen, dass wir Frauen gern vom wirklichen, vom aktuellen Thema – vom eigentlichen Ausgangspunkt immer wieder gerne abschweifen. Das ist in keinster Weise bösartig, aber während wir reden, fällt uns ganz plötzlich ein, was ER vor einigen Tagen, Wochen, Monaten, ja sogar vor Jahren falsch gemacht hat……………………………………….
X


Volitiva

Zu mir………………
Eigentlich (obwohl ich dieses Wort nicht mag, und immer versuche, es zu vermeiden), bin ich ja ein ganz normales Durchschnittsweibchen im Mittelalter – zumindest ist das meine persönliche, und wie ich finde, realistische Selbsteinschätzung. Ich wurde aber auch schon – zu meiner großen Verwunderung – als „Frau Wundervoll“ betitelt, und ich gebe zu, obwohl ich mit Komplimenten nur sehr schwer bis gar nicht umgehen kann, hat mir diese Aussage innerlich doch ein klein wenig, wenn auch nur für ganz kurze Zeit, sehr gut getan.

Warum ich schreibe…………
Ich bin zum Schreiben meiner Kurztexte nahezu gezwungen worden, weil ich irgendwie, irgendetwas, ganz unbewusst ausstrahle, dass Menschen in meinem Umfeld einfach das Bedürfnis haben, sich mir mitzuteilen, ob ich es möchte oder nicht. Das ist so völlig in Ordnung, nur muss ich all diese positiven, belastenden oder auch belustigenden Informationen ja auch verarbeiten, und kann sie unmöglich mit und in mir herumtragen – deshalb der Weg, es „wegzuschreiben“. Ich verwende selbstverständlich nie die richtigen Namen, selbst, wenn ich über mich schreibe, kann sich kein Leser sicher sein, dass es mich wirklich betrifft. Das ist die Lösung, um zu verhindern, dass irgendjemand, und auch ich selbst, in eine Schublade gesteckt wird, in die wir allesamt nicht hineingehören, weil es nur kurze Lebenseindrücke, oder Abschnitte sind, die viele von uns vielleicht sogar kennen. Im Prinzip mach ich nichts, das Andere nicht auch können, habe aber den Mut, es zu veröffentlichen..