Miteinander, Nebeneinander, Durcheinander

Ein Buch mit Geschichten die das Leben schrieb, aus der Perspektive eines Mannes und einer Frau, das wunderbar die kleinen Unterschiede und großen Bedeutungen beschreibt. Humoristisch, wortmalerisch und einzigartig in seinem Wesen. Ein Stück Literatur für Jedermensch!

Die Spaghettiernte

Wer hat die Pasta, die Spaghetti erfunden? Neapel, Toskana, Apulien? China? Sei es, wie es sei, unbestritten ist das jährliche Großereignis schlechthin: Die Spaghettiernte in der Schweiz. Warum in der Schweiz, und da nicht einmal im Tessin, sondern im Jura? Kein anderes Land in Europa wäre mehr geeignet, dieses Ereignis zu einem europaweiten Fest zu machen als die Schweiz. Vielleicht noch die Tiroler, die in etwa so geschäftstüchtig sind wie die Schweizer, aber bestimmte Strukturmängel des Landes lassen das (noch) nicht zu. Vielleicht, wenn Südtirol bei Tirol geblieben wäre? Wochen vor dem entscheidenden Tag brechen die Erntehelfer auf, und in den Tagen unmittelbar davor kommen auch die Gäste und Besucher in Scharen. Im Jura ist kein Zimmer zu kriegen, bis nach Neuchàtel sind freie Zimmer Mangelware. Die Erntearbeiter werden in einfachen Baracken untergebracht, in besonders starken Jahren hilft das Schweizer Militär mit Hochgebirgszelten aus. Bei der Ernte der Spaghetti geht es um Stunden! Die ersten werden zu Beginn der Erntewoche in aller Früh, beim Morgentau geerntet. Das sind die ganz zarten, die aber noch nicht die volle Länge erreicht haben, aber von Feinschmeckern in aller Welt bevorzugt werden. Diese ersten Spaghetti erhalten ein eigenes Zertifikat, in dem die Eidgenössische Lebensmittel- und Landwirtschaftsanstalt die Originalität des Produktes bestätigt. In den nächsten Tagen werden die Spaghetti immer länger und breiter. Sie nehmen auch an Stärke zu, bis hin zum Ende der Kampagne die ganz dicken Makkaroni, Fettuccine und Cannelloni dran kommen...
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Hans Bäck

Jahrgang 1940, eine Abneigung gegen alles was Absolutheitsansprüche erhebt.
Beruf, Karriere, was halt so in einem erfüllten Leben passiert, Tiefschläge empfangen und weggesteckt.

Neben Beruf und Familie zu schreiben begonnen, Erzählungen, Kurzgeschichten, ein paar Gedichte, 2011 den ersten Roman,
eine Vielzahl an Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien.
Zwei Erzählbände, sehr viele Lesungen im In- und Ausland, Mitglied vieler Literaturvereinigungen (darunter PEN Mitgliedschaft in Triest).
Kritik und Rezensionen für eine Vielzahl von Verlagen und Autoren, Aufsätze zu Kunst und Kultur.
Organisation von Literaturveranstaltungen, Auftritte gemeinsam mit Kollegen, auch um „Newcomer“ in den „Betrieb“ einzuführen.
Freude an guter Literatur, Ärger über Schmalz und Schmarrn.